Dialysezugänge


Bei einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion (Entgiftung und/oder Wasserausscheidung) ist es nötig diese durch eine Blutwäsche („künstliche Niere“, Dialyse) zu ersetzen. Dafür ist es nötig einen entsprechenden Gefäßzugang zu schaffen, über den das Blut entzogen und gewaschen wieder zurückgegeben werden kann.

Ein Dialyezugang wird durch eine Kurzschlussverbindung (Shunt) zwischen einer Schlagader und einer Vene geschaffen, in der Regel am Arm. Idealerweise kann dies mit körpereigenen Adern realisiert werden. Falls diese nicht geeignet sind, stehen spezielle Kunstgefäße (Gefäßprothesen) zur Verfügung, die eingepflanzt werden. Sollte eine Shuntanlage nicht möglich oder gewünscht sein, kann auch ein dauerhafter Dialysekatheter über einen kleinen Schnitt am Hals eingepflanzt werden.

Im Verlauf kann es zu Problemen am Shunt kommen, die zu einem Verschluss dieser „Lebensader“ führen können. Mehrere Faktoren bedingen dies: Die genutzte Vene ist von der Wandbeschaffenheit her nicht für den erhöhten Blutfluss gedacht und kann sich erweitern, aber auch vernarben. Durch das Einbringen der kräftigen Dialysenadeln dreimal wöchentlich kann es ebenfalls zu Vernarbungen und Engstellen kommen. Sollten Kunstgefäße genutzt werden, wird das Material durch das Punktieren zur Dialyse mit der Zeit „löcherig“ und muss ersetzt werden.

Für all diese Belange sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner. Wir arbeiten eng mit Ihren behandelnden Nephrologen zusammen. Wir versuchen in jedem Fall individuell die beste Therapie für Sie zu finden, um Ihren Shunt bestmöglich zu erhalten und die körpereigenen Resourcen zu schonen.

Dialysezugänge genauer erklärt

Durch die Naht einer Vene auf eine Schlagader wird ein Teil des sauerstoffreichen Blutes über diesen Kurzschluss zurück zum Herzen geleitet, ohne dass dieses Blut zuerst durch das Kapillarbett in die rückführenden Venen versickern muss. Durch den erhöhten Blutfluss in der o.g. Vene kräftigt sich die Venenwand und erweitert sich mit der Zeit. Soentsteht ein Blutleiter unter der Haut, der bei der Blutwäsche regelmäßig gut angestochen werden kann und einen ausreichenden Blutfluss aufweist, damit die Blutwäsche in einem angemessenen zeitlichen Rahmen funktioniert.

Unsere Leistungen

Vor einer Shuntanlage werden Sie genau befragt, untersucht und ein ausführlicher Ultraschall durchgeführt, um die optimale Stelle für einen Shunt zu finden. Wir verfahren gemäß den Empfehlungen der Leitlinie „Gefäßzugang zur Hämodialyse“.

Eine erneute Operation an einem bestehenden Shunt bedarf oft einer komplexen Planung. Uns stehen hierfür zwei moderne Farbduplexultraschallgeräte zur Verfügung. Zusätzlich kooperieren wir eng mit unseren [Radiologen], die Shuntdarstellungen sowie Shuntaufdehnungen durchführen.

Interdisziplinär mit der [Abteilung für Nephrologie] lösen wir alle anfallenden Probleme. Die Dialyse ist bei uns im Klinikum möglich.

Sollte es zu einem akuten Verschluss eines Dialysezugangs kommen, werden Sie so zügig wie möglich und nötig operiert.

Shuntchirurgie ist Vertrauenssache – wir sind Ihr kompetenter und freundlicher Partner.

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