pAVK - periphere arterielle Verschlusskrankheit


Durch Engstellen oder Verschlüssen im Bereich der Schlagadern kommt es zu einer Minderdurchblutung von nachgeschalteten Strukturen. Typisch sind belastungsabhängige Muskelschmerzen („Schaufensterkrankheit“), die zum Stehenbleiben und Rasten zwingen. Schreitet die Erkrankung fort, so treten bereits im Ruhezustand Schmerzen auf oder es entstehen Verfärbungen oder offene Stellen, meist am Fuß.

Ursachen

Die Entstehung von Ablagerungen in den Gefäßwänden, die zu Engstellen und Verschlüssen führt, wird durch erhöhten Blutdruck (arterielle Hypertonie), die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhte Blutfettwerte (Hypercholesterinämie), eine eingeschränkte Nierenfunktion und das Rauchen (Nikotinabusus) begünstigt. Häufig liegt eine Kombination von verschiedenen Risikofaktoren zugrunde.

Hier finden Sie Informationen, was Sie selbst tun können

Was kann ich meinen Gefäßen Gutes tun?

Nach heutigem Wissen ist eine fortgeschrittene Arteriosklerose nicht umkehrbar. Das Voranschreiten der Gefäßerkrankung kann durch das konsequente Auschalten schädlicher Faktoren – der Risikofaktoren- aber erheblich verlangsamt oder vielleicht sogar ganz gestoppt werden. Hierdurch senken Sie Ihr Risiko für Her-Kreislauferkrankungen, also auch für Schlaganfälle oder Herzinfarkte deutlich.

    • Lassen Sie sich regelmäßig von Ihren Hausarzt untersuchen
      Ihr Hausarzt wird Blutdruck, Blutzucker, Fett- und Nierenwerte kontrollieren. Berichten Sie Ihrem Arzt von Veränderungen und neuen Beschwerden. Er wird Ihnen entsprechende Medikamente verordnen, die Ihr Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen senken sollen. Diese sollten Sie regelmäßig und verlässlich einnehmen.
    • Stellen Sie das Rauchen ein
      Nachweislich ist Zigarettenrauchen einer der aggressivsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Arteriosklerose. Durch Nikotinkarenz schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel!
      Informationen rund um den Nikotinverzicht finden Sie unter https://www.rauchfrei-info.de/, eine Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auch viele Krankenkassen bieten Hilfe an –fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.
    • Bewegen Sie sich mehr
      Besonders in den niedrigen Stadien der Erkrankung, die mit einer Einschränkung der schmerzfreien Gehstrecke einhergeht, kann regelmäßiges, konsequentes und intensives Gehtraining sehr viel bewirken. Mit 3x 30-60 Minuten intensivem spazieren gehen pro Woche erreichen Sie, dass sich die vorhandenen kleinen Schlagadern, die das verengte/verschlossene Gefäß überbrücken, dauerhaft weiten und so mehr Blut in die Beinmuskulatur transportieren – die schmerzfreie Gehstrecke wird sich verlängern. Seien Sie geduldig, da die Verbesserung langsam eintritt.
      Eine Anleitung zum Gehtraining finden Sie im „DGA-Ratgeber: Durchblutungsstörungen der Beine und des Beckens – PAVK“ https://www.dga-gefaessmedizin.de/fileadmin/content/PDFs/DGA-PAVK-Broschuere_V2Endfass.pdf auf Seite 21
    • Achten Sie auf Ihre Ernährung
      Eine abwechslungsreiche, ausgewogene und fettarme Ernährung wirkt sich günstig auf Ihr Herz-Kreislauf-System aus. Sie sollten zusätzlich genügend Flüssigkeit zu sich nehmen (eine Trinkmenge von mindestens 1,5 Litern pro Tag ist empfohlen, außer Ihr behandelnder Arzt hat Ihnen etwas anderes geraten).

Stadien der pAVK

pAVK Stadium I - es bestehen nachweisbare Gefäßveränderungen, ohne dass der Patient eine Einschränkung bemerkt.

pAVK Stadium II - die Gefäßveränderungen verursachen Beschwerden beim Gehen (z.B. das Gefühl eines Muskelkaters oder einen brennenden Schmerz in der Wade, der zum Rasten zwingt). Stadium IIa bezeichnet eine schmerzfreie Gehstrecke von größer 200 Metern, Stadium IIb von unter 200 Metern. Dieses Stadium wird auch als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnet, da Patienten häufig vor Schaufenstern stehenbleiben, um die Erkrankung zu verheimlichen.

pAVK Stadium III - die Durchblutungsstörung ist bereits so ausgeprägt, dass bereits ohne Belastung Schmerzen in den Beinen auftreten, vor allem beim Liegen. Wir sprechen hier auch von Ruheschmerzen. Die Extremität ist von der Amputation bedroht, da es nun leicht zum Absterben von Gewebe kommen kann.

pAVK Stadium IV - durch die ausgeprägte Durchblutungsstörung ist es zum Absterben von Gewebe, meist im Bereich des Fußes (Zehen, Ferse oder Knöchel) gekommen oder kleine Wunden heilen nicht mehr ab. Im Stadium IVa kann ist nach Durchblutungsverbesserung noch ein folgenloses Abheilen möglich, da der Gewebsverlust nur oberflächlich ist. Im Stadium IV b ist der Gewebsverlust bereits so weit fortgeschritten, dass die betroffenen Teile des Fußes (z.B. Zehen oder der Vorfuß) amputiert  werden müssen, auch wenn die Durchblutung wieder hergestellt werden kann.

Unsere Therapieverfahren

Die Art der Behandlung ist von Ihrem Beschwerdebild abhängig: Im Frühstadium der Erkrankung reicht eine leichte Blutverdünnung und Gehtraining aus. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, kommt eine Aufdehnung der Gefäßverengungen/-verschlüsse mittels eines Katheterverfahrens in Frage mit/ohne Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent). Ist dies nicht mehr möglich oder nicht sinnvoll, kann das betroffene Gefäß operativ durch eine Ausschälungsplastik wieder durchgängig gemacht werden oder mit einem Bypass überbrückt werden.

Bei uns als Gefäßspezialisten sind Sie in den besten Händen, um die optimale Therapieform für Sie zu finden, da wir alle Therapieformen, teils in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie im Hause [...] anbieten. Auch eine Kombination aus Operation und Aufdehnung (Hybrid-Verfahren) wenden wir an.

Aktuelle Termine



30.10.2020   13:30 Uhr

ABGESAGT Führung durch die Palliativstation


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03.11.2020   09:30 Uhr

ABGESAGT Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Sinneswahrnehmungen von Neugeborenen [ ... mehr]


10.11.2020   15:00 Uhr bis 16:30 Uhr

ABGESAGT Selbsthilfegruppe


für Frauen mit Brust- und gynäkologischen Krebserkrankungen [ ... mehr]


17.11.2020   09:30 Uhr

ABGESAGT Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Stillen und Berufstätigkeit [ ... mehr]


26.11.2020   16:00 Uhr

ABGESAGT - Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.


Sehr geehrte Patientinnen und Patienten. Aufgrund der stetig ansteigenden Corona-Neuinfektionen wird das Treffen nicht stattfinden. Die Termine für unsere Treffen 2021 finden Sie ab Dezember 2020 auf unserer Homepage. Wir bitten Sie hierfür um Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund ! Mit besten Grüssen Ihre Prof. Dr. med. B.M. Rau [ ... mehr]



weitere Termine

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